Durch die Dämmung soll erreicht werden, dass sich extreme Winter- und Sommertemperaturen
möglichst wenig auf die Raumtemperatur auswirken. Die Wärmeschutzverordnung enthält
für geneigte Dachflächen von ausgebauten Dachgeschossen bauphysikalische Forderungen,
die für einen ausreichenden Wärmeschutz und Umweltschutz sorgen. Im Handel werden unterschiedliche Dämmstoffe aus Hartschaum,
Mineralfaser, Holzfaser, Mehrschicht-Leichtbauplatten, Kork, Schafwolle, Flachs,
Baumwolle, Zellulosefaser und neuerdings auch Hanf angeboten. In der Regel bestimmt die
Sparrenstärke die erforderliche Dicke der Dämmmatten und der Sparrenabstand die Breite.
Es wird in Rollen oder Dämmplatten verkauft. Für welches Material man sich entscheiden
soll, ist bei einem Informationsgespräch im Fachhandel zu klären.
Üblicherweise wird die Wärmedämmung beim nachträglichen
Steildachausbau zwischen den Sparren verlegt. Wobei nach der Wärmeschutzverordnung im
Steildachbereich Dämmdicken von etwa 18 cm erforderlich sind. Zunehmend wird die so
genannte Sparrenvolldämmung praktiziert, auch Warmdach-Methode genannt. Bei dieser
Dämmung ist kein Platz mehr für eine Entlüftung vorhanden. Die Feuchtigkeit darf in
diesem Fall aus dem Dachraum nicht in die Dämmung gelangen. Damit keine Feuchteschäden
im Dachtragwerk und keine Minderung der Wärmedämmung durch Tauwasser auftritt, ist
raumseitig eine Dampfsperre bzw. Dampfbremse erforderlich. Diese bewirkt außerdem die
ebenfalls erforderliche Luftdichtigkeit des Daches.
Bei der Verarbeitung des Dämmstoffes ist ein absolut exaktes Verlegen erforderlich. Das
Dämmmaterial muss passgenau zwischen die Sparren gesetzt werden, damit die gewünschte
Wirkung wirklich eintritt. Je nach Material wird mit einer Dampfbremsfolie und Dicht- und
Klebebändern die Konstruktion winddicht gemacht.
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