| Werden bei gebrauchten Objekten mehrere
Sanierungen solcher Art fällig, kann das einen Wohnungseigentümer schnell finanziell
überfordern. Vor allem dann, wenn die Finanzierung ohnehin knapp kalkuliert wurde. Der Keller muss trocken sein und darf keine Schimmelstellen
aufweisen. Auch modriger Geruch sowie aufgequollener Putz deuten auf einen feuchten Keller
hin. Defekte Dachpfannen lassen sich an den Umrissen von getrockneten Pfützen erkennen,
und mit einem Schraubenzieher lässt sich kräftig in die Dachbalken stechen, um diese auf
Holzbockbefall zu überprüfen.
Die Wohnungsfenster sollten dicht sein und leicht
schließen. Auch hier sind Feuchtigkeit oder Umrisse von Pfützen auf der Innenfensterbank
verdächtig. Zudem ist ein Blick auf die Elektroleitungen zu werfen. Dreiadrige Stromkabel
sind ein gutes Zeichen, außerdem sollten in allen Räumen ausreichend Steckdosen
vorhanden sein. Baufällige Balkone oder marode Wasserleitungen sind ebenso ein
Kostenrisiko.
Wesentlicher Bedeutung kommt den Protokollen der Eigentümerversammlungen zu. Auf jeden
Fall sollten die Aufzeichnungen der letzten drei Jahre eingesehen werden. Wurde über
Sanierungsvorhaben gleich welcher Art gesprochen, dann lässt sich das darin erkennen.
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