| Seit Ende des 18.
Jahrhunderts haben die von der Klassik inspirierten Architekten und Künstler die
Proportionen, Maßstäbe und Struktur der Räume dann dem klassischen Ordnungssinn der
antiken Welt nachempfunden. Diese Räume wirken auf den modernen Betrachter immer
komfortabel und zweckmäßig. Anfang de 19. Jahrhunderts wurde den Räumen eines Hauses bestimmt
Funktionen zugeordnet, und gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand die Vorstellung, dass
Dekoration -insbesondere Farbe- die Raumatmosphäre ausdrücken soll.
In der Moderne folgten die
verschiedenen Richtungen immer schneller aufeinander oder existiert parallel. Spätestens
damit verschwand der einheitliche Zeitgeschmack. Einzelne Richtungen hinterließen jedoch
ihre Spuren. Eine der einflussreichsten war der Bauhaus-Stil aus den zwanziger Jahren. Er
wollte die Ästhetik der modernen, industrialisierten Städte auf die Einrichtung der
Wohnung übertragen. Alles war betont schlicht und funktional, strenge Linien und klare
Formen dominierten
In den vergangenen 100 Jahren hat
die Technologie die Anordnung der Innenräume wesentlich beeinflusst, und wie sehr sie das
Alltagsleben verändert hat, lässt sich schon alleine daran messen, was heute alles als
gegeben vorausgesetzt wird.
Aber der Anspruch, dass das Heim
sowohl gemütlich als auch funktional zu sein hat, ist der wichtigste
innenarchitektonische Beitrag dieses Jahrhunderts.
Der moderne Mensch lässt sich
nicht auf ein Wohnkonzept festlegen. Aber gerade dies macht das Einrichten von Wohnungen
so abwechslungsreich und interessant. Dank der immensen Vielfalt der angebotenen Produkte,
die das Zuhause verschönern können, findet jeder Lösungsmöglichkeiten seine Wohnideen
zu realisieren. |