| Dieser Belag ist noch widerstandsfähiger als
Sisal und Kokos. Die Seegrasfaser hat einen typischen tabakartigen Eigengeruch, der gerade
bei einer Neuverlegung noch sehr intensiv sein kann. Seegras lässt sich wegen der
undurchlässigen Oberfläche nicht färben, kann aber durch andersfarbige Schussfäden
eine besondere Note erhalten. Bevor Seegras von Wand
zu Wand verlegt werden kann, muss es sich mindestens 48 Stunden ausdehnen, danach wird es
mit Klebeband oder auf einer Unterlage fest fixiert. In der Regel wird die geschmeidige
Faser in schlichter Webart oder Korbflechtmusterung zu Bodenbelägen mit Latexrücken
verarbeitet.
Meist wird das Material mit einem Fleckenschutz präpariert
im Handel angeboten. Zur weiteren Pflege muss es regelmäßig abgesaugt werden oder bei
schweren Verschmutzungen in trockenem Zustand mit einer festen Bürste bearbeitet werden.
Da Sisal, Kokos und Seegras eine poröse Oberfläche haben, sollten Verunreinigungen
möglichst gleich nach der Verursachung entfernt und Flüssigkeiten sofort mit einem
(nichtfärbenden) Tuch aufgenommen werden. Denn das Entfernen von getrockneten oder
eingetretenen Flecken ist wesentlich aufwendiger und zumeist deutlich schwieriger. Auch
organische Substanzen lassen sich entfernen, Ausnahmen hierbei sind Kaffee, Tee und
Fruchtsäfte aufgrund der darin enthaltenen Gerbsäure.
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