| Mit seiner Füllung aus Polystyrol-Kügelchen
und dem praktischen PVC-Kunstleder avancierte damals der Sitzsack schnell zum Traummöbel
der Jugend. Er war leicht, vielseitig einsetzbar, ließ sich formen und passte sich dem
menschlichen Körper an, statt diesen zu disziplinieren. Außerdem war er total anders als
die klassische Polstergarnitur der Eltern. Die
modernen Varianten dieser Sitzgelegenheit werden heute im Handel als Stoffsäcke
angeboten, bei der pinke oder transparent gelb schimmernde Kunststoff-Flicken zum Sitzen
auffordern. Neben altbewährten Materialien wie Kunstleder oder Leder sind Modelle
aus Kunstfell, Jeans oder Satin zu finden.
Einige Designer setzen bei einigen ihrer Sitzsäcke auf
farbenfrohe Baumwolle mit abnehmbaren Bezügen, und wer es noch kuscheliger mag, dem sind
handgearbeitete Sitzsäcke mit einer Hülle aus Schafwolle zu empfehlen.
Einen Nachteil hat allerdings dieser Sack immer noch, die
Realität des Boden holt den Sitzenden mit der Zeit ein. Denn die anfangs als perfekt
anmutende Sitzposition verrutscht, da die Kunststoffkügelchen dem Druck des menschlichen
Körper nachgeben. |
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