| Einrichtung/Schlafzimmer |
| Schränke aus eigener Produktion |
|
In manchen Bereichen einer Wohnung ist es
schwierig einen passenden Schrank zu finden, da Nischen, Ecken, Kanten oder Vorsprünge
dies nicht erlauben.
In diesen Fällen ist dann Eigeninitiative gefragt. Dazu werden hier einige Möglichkeiten
und Vorschläge präsentiert.
|
|
Türenschrank
|
 |
Diese Lösung ist zum Kaschieren besonders
für Nischen mit unterschiedlichen Tiefen geeignet. Hinter den Türen werden die
Regalteile mit Kleiderstangen, Trägern und Ablageböden, durch Lochschienen direkt auf
der Wand befestigt. Die Wand wird somit vollständig ausgenutzt. Die Schranktiefe wird
dabei so gewählt, dass die Ablageböden eine maximale Tiefe von 60 cm haben. Die Tiefe
der Regalböden richtet sich nach den Gegenständen, die untergebracht werden sollen, für
Wäsche ist eine Tiefe von 40 cm ausreichend. |
Dieser korpusunabhängige Türenschrank benötigt keine Zwischenwände. Die
vorgesetzten Schranktüren sind nur an Decke und Boden fixiert. |
| |
Die Türen können in unterschiedlichen
Ausführungen im Handel erworben und montiert werden
- Lamellentüren mit Scharnierverbindungen
- Lamellentüren mit Rollbeschlägen für die Deckenführung
- Metallrahmen-Schiebetüren mit unterschiedlichen Füllungen,
z.B. Plexiglas, Aluminium, tapezierten oder mit Stoff bespannten Holzplatten
|
|
Einbauschrank
|
 |
Für schmale Wandflächen findet man nur
selten einen geeigneten Einbauschrank, aber man kann einen Schrank für kleine
Wandflächen leicht selbst herstellen. Man benötigt zwei Seitenflächen und vor
einer mit Latexfarbe gestrichenen Wand kann man auf die Rückwand ganz verzichten. |
Die Seitenwände kann man aus rohen Tischler- oder Spanplatten schneiden lassen, die dann
lackiert, tapeziert oder bespannt werden können. Man kann aber auch die teuren
MDF-Platten in einem Farbton nach Wahl verwenden.
Die Befestigung ist relativ einfach. Man benötigt bei einer geringen Schranktiefe acht
kleine Eisenwinkel. Jeweils zwei davon fixieren die hinteren Plattenkanten mit der Wand
und mit den anderen beiden werden die Platten jeweils an Decke und Fussboden befestigt.
Zwischen die beiden Schrankseiten ist im Deckenbereich noch eine Blende zu montieren, als
Sichtblende für die dahinter angebrachte Metall-Jalousette/Stoff- bzw. Kunststoffrollo.
Sollte jedoch lieber eine normale Drehtür gewünscht werden, so dient die Deckenleiste
als Anschlagspunkt.
Für die Inneneinrichtung werden flache Lochschienen mit dazu gehörenden Bodenträgern an
die Seitenwände geschraubt, und die passgenauen Fachböden aufgelegt. Die Tiefe der
Fachböden muss das Maß der Jalousette oder des Rollos berücksichtigen. |
|
Kleiderschrank
|
 |
Eine ebenfalls einfache Konstruktion hat
dieser Kleiderschrank. Der Korpus besteht aus zwei Seitenwänden, diese sind
raumhoch mit einer Tiefe von 60 cm. Sie bestehen aus 19 mm starken Span- oder
Tischlerplatten, die furniert oder lackiert werden können. Auf der Frontseite wird ein
Rahmen aus gehobelten Leisten zwischen die Seitenwände montiert, an dem die
Flügeltüren, z.B. Fertig-Lamellentüren- befestigt werden. |
Die Türen lassen sich beizen und mattieren oder lackieren, auch werden sie im Handel in
unterschiedlichen Hölzern und Farben angeboten. Zu den Türen gibt es Klapp- und
Faltbeschläge, aber auch normale Schrankscharniere
Die beiden Seitenwände können furniert, tapeziert, lackiert, mit Folie bezogen oder aus
MDF-Platten sein. Sie werden durch Eisenwinkel, an der mit Latexfarbe gestrichenen Wand,
verbunden und jeweils mit Eisenwinkel an der Decke und dem Fußboden befestigt. Für die
Inneneinrichtung können nach Wunsch flache Lochschienen an die Seitenwände geschraubt
werden oder Kleiderstangen mit dem entsprechenden Befestigungsmaterial montiert werden.
Sollte der Schrank nicht raumhoch sein, dann muss er mit einer Spanplatte von oben
abgedeckt werden. |
|
Schrank mit Stoffrollos
|
 |
Bei dieser Schrankvariation werden die Türen
durch Stoffrollos ersetzt. Die Konstruktion besteht aus Vier-Kanthölzern 60 x 80 mm. An
Material werden vier raumhohe Hölzer und zwei in der Länge des Schrankes benötigt. Ein
Kantholz wird im Abstand von 64 cm (Wand - Vorderkante Kantholz) auf den Fußboden
geschraubt, das zweite kommt an die Decke. Zwischen Fußboden- und Deckenhölzer kommen
rechts und links die beiden kürzeren Hölzer. Man kürzt sie um die Holzstärke der
Boden- und Deckenhölzer, spannt sie genau dazwischen ein und befestigt sie mit Schrauben
und Mauerdübeln. |
Die anderen beiden Hölzer teilen die restliche Schrankfläche in drei gleiche Teile auf,
indem sie ebenfalls zwischen Decken- und Fußbodenhölzer verspannt werden.
Der Schrank benötigt keine Seiten- und Rückwände, sondern nur mit Latexfarbe waschfest
behandelte Wände. Die zwei Zwischenwände aus 19 mm starken Span- oder Tischlerplatten
sind raumhoch und ca. 56 cm tief. (Vorderkante Kantholz ./. 80 mm Holzstärke = 56 cm) Die
Seitenwände werden mit Eisenwinkel an Wand, Decke und Fußboden befestigt. Zusätzlich
sind sie an der Vorderseite mit den Kanthölzern zu verschrauben.
Zum Verschließen benötigt man drei Stoffrollos in der Farbe oder dem Muster nach Wahl.
Diese werden oben an die Deckenhölzer geschraubt. Nach ihrem Einbau verblendet man
sämtliche Kanthölzer mit 10 cm breiten Holzstreifen. |
| |
|