| Der neue Kunststoff-Look zeichnet sich vor
allem durch dezente Farbtöne und eine sorgfältige Verarbeitung aus. Bemerkenswerte
Effekte werden beispielsweise durch unterschiedliche Materialstärken und Farbpigmente
erzielt. Derzeit ist die matte und halb durchscheinende Oberfläche am gefragtesten. Der
auf Hochglanz polierte Kunststoff erhält sie durch Ätzung im Kupferelektroden-Bad. Kunststoff kann problemlos mit anderen Rohmaterialien wie Holz oder
Metall konkurrieren. Den Beweis erbringen zahlreiche Kunststoff-Klassiker, die im
Alltagsleben überall zu finden sind.
Philippe Starck entwarf "Louis Ghost", den
Armstuhl aus transparentem Polykarbonat, der an die Barockzeit erinnert, und "Miss
Trip", einen völlig zerlegbaren Stuhl, der die Materialien Holz und Kunststoff
vereint. Nicht zu vergessen den Klassiker "Lord Yo", der Stapelstuhl aus
Polypropylen und Aluminium, der sich mittlerweile tausendfach bewährt hat.
Zu den Design-Klassikern gehört ebenfalls der
Rollcontainer von Antonio Citterio und Glenn Oliver Löw, der durch sein transparentes,
blau gefärbtes Material besticht, und mit seinen verchromten Stahlrohrstreben durchaus
in ein elegantes Wohnambiente passt.
Noch zu erwähnen das stählerne Regal "Bookworm"
von Ron Arad, ebenfalls ein Kultobjekt, das auch als Kunststoffversion angeboten
wird. Durch die Ausschöpfung der Möglichkeiten der Fließpresstechnologie konnte ein
gewundenes Bücherregal geschaffen werden, das jede gewünschte Form einnimmt, ohne dabei
an Haltbarkeit und Funktionalität einzubüßen. Zudem ist es kostengünstiger als das
Original aus Stahl.
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