| Nach der Baunorm reichen zwar 2 qm
Spielfläche aus, doch es müssen etwas mehr Quadratmeter sein, damit sich die Kinder frei
und altersgerecht entwickeln können. Vielleicht bietet sich in einigen Häusern der
Ausbau des Dachbodens oder des Kellers zu einem Spielplatz an. Eine andere Möglichkeit
Kindern mehr Bewegungsfreiheit zu bieten lässt sich durch einen Tausch des
Elternschlafzimmers mit dem Kinderzimmer realisieren. Denn eigentlich nimmt ein Doppelbett
täglich den Kindern Platz weg. Soweit die
Möglichkeit besteht sollte jedes Kind sein eigenes Zimmer erhalten, spätestens jedoch
wenn es in die Schule kommt. Dazu empfiehlt sich ein heller, luftiger, nicht zu
vollgestellter Raum, der nach Südosten bis Südwesten ausgerichtet ist, so dass genügend
Sonnenlicht einfällt.
Bezüglich der Möblierung eignet sich ausrangiertes
Mobiliar in den seltensten Fällen zur Ausstattung. Kinder brauchen altersgerechte Möbel
mit pflegeleichten Oberflächen und abgerundeten Kanten. Vor allem müssen die
Möbelstücke leicht und beweglich sein, damit sie mit diesen kreativ umgehen können.
Ideal sind flexible Regale aus einzelnen Kastenelementen.
Auch im Bad wird zu wenig an die Kinder gedacht. Wie
unangenehm ist es den Kleinen, wenn sie ihre Hände waschen sollen, sie aber schlecht an
die Armaturen kommen und ihnen schließlich das Wasser an den Armen entlang läuft. Ein
kleiner Hocker mit Frotteestoff bezogen könnte hier schon etwas Abhilfe schaffen.
Treppenaufgänge sind ebenfalls nicht gerade
kinderfreundlich. Im eigenen Haus lässt sich problemlos ein zweites niedriges Geländer,
in Griffhöhe für die Kinderhände installieren. Das kann beispielsweise aus einer
einfachen, leicht demontierbaren dicken Kordel bestehen. Denn Sicherheit auf der Treppe
setzen Erwachsene als Selbstverständlichkeit voraus, das sollte auch für Kinder
Gültigkeit haben. |