| Intensivbegrünungen lassen sich mit einer
anspruchsvollen Bepflanzung wie Sträucher, kleinwüchsigen Bäumen und Rasenflächen
vornehmen. Auch Wege, Sitzplätze und Teiche können frei gestaltet werden. Bei höheren
Gehölzen ist allerdings auf die Standsicherheit zu achten. Sie benötigen für ihr
Wurzelvolumen große Pflanztröge. Der
konventionelle Flachdachaufbau verlangt auf der Wärmedämmung eine Dichtungsbahn mit
Wurzelsperre. Auf diese werden nacheinander eine Trenn- und Schutzschicht, eine
Dränschicht zum Abführen von überschüssigem Wasser sowie ein Filtervlies als Rückhalt
der feinen abschwemmbaren Bodenteilchen, aufgebracht. Die Aufbauhöhe des
Vegetationssubstrats, das in der Regel aus überwiegend offenporigen mineralischen und
organischen Stoffen besteht, erfordert eine Stärke zwischen 15 - 60
Zentimeter. Grenzen die Vegetationsschichten an aufgehende Bauteilen an, dann ist ein
vegetationsfreier Streifen von etwa 50 cm mit Kies oder Platten einzuplanen.
Die Pflanzen sind regelmäßig mit Wasser und Nährstoffen
zu versorgen. Bestimmte Arten benötigen wegen der relativ geringen
Feuchtigkeitsspeicherung häufige Wassergaben, die sich durch ein unterirdisches
Bewässersytem oder über Schlauch und Steckverbindungen regulieren lassen.
Problematisch wird es, wenn durch das Wurzelwerk in der
Dachhaut ein Leck entsteht. Das Horrorszenario einer Lecksuche lässt sich durch im Handel
angebotenen Koordinaten-Sensor-Matten verhindern, die das Leck punktgenau anzeigen.
Die Kosten einer Intensivbegrünung hängen in der Regel davon ab, in welcher Höhe das
Dach sich befindet. |
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