| Der konventionelle Flachdachaufbau
verlangt auf der Wärmedämmung eine Dichtungsbahn mit Wurzelsperre. Auf diese werden
nacheinander eine Trenn- und Schutzschicht, eine Dränschicht zum Abführen von
überschüssigem Wasser sowie ein Filtervlies als Rückhalt der feinen abschwemmbaren
Bodenteilchen, aufgebracht. Die Aufbauhöhe des Vegetationssubstrats, das in der Regel aus
überwiegend offenporigen mineralischen und organischen Stoffen besteht, erfordert
eine Stärke zwischen 15 - 60 Zentimeter. Grenzen die Vegetationsschichten an
aufgehende Bauteilen an, dann ist ein vegetationsfreier Streifen von etwa 50 cm mit Kies
oder Platten einzuplanen. Die Pflanzen sind
regelmäßig mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Bestimmte Arten benötigen wegen
der relativ geringen Feuchtigkeitsspeicherung häufige Wassergaben, die sich durch ein
unterirdisches Bewässersytem oder über Schlauch und Steckverbindungen
regulieren lassen.
Problematisch wird es, wenn durch das Wurzelwerk in der
Dachhaut ein Leck entsteht. Das Horrorszenario einer Lecksuche lässt sich durch im Handel
angebotenen Koordinaten-Sensor-Matten verhindern, die das Leck punktgenau anzeigen.
Die Kosten einer Intensivbegrünung hängen in der Regel davon ab, in welcher Höhe das
Dach sich befindet. |
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