| An einer Hauswand wachsende Pflanzen bilden
gewissermaßen eine zweite Haut. Die Äste und Zweige wachsen zwar dicht an der Wand oder
an einem Gerüst, die Blätter aber stehen in einigen Zentimeter Abstand zur Wand, so dass
sich dahinter ein Luftpolster bilden kann. Das Luftpolster hat eine isolierende Wirkung,
in dem es im Sommer die Aufheizung der Hauswände reduziert und im Winter gegen Wind und
Kälte abschirmt. Allerdings spielt nicht nur der
ökonomische Aspekt eine Rolle, auch das Kleinklima rund ums Haus wird beeinflusst. Die
Pflanzen produzieren Sauerstoff und filtern den Staub aus der Luft. An heißen Sommertagen
kühlt die grüne Fassade das Haus und das Umfeld, da die Blätter ständig Feuchtigkeit
verdunsten. Eine Begrünung schafft auch neuen Lebensraum für viele Tierarten. Im
dichten Blätterteppich finden viele Kleinstlebewesen Unterschlupf und verschiedene
Vogelarten gut geschützte Nistplätze.
Allerdings muss jede Fassade, die begrünt werden soll,
sorgfältig und genau auf Schäden untersucht werden. Eine sanierungsbedürftige Fassade
kann keine Begrünung tragen. Auch kunststoffhaltige Putz- oder Farbschichten sowie
vorgehängte Fassaden sind nicht dazu geeignet, da die Triebe in die Fugen wachsen
können. Ein rissfreier Mineralputz oder ein Sichtmauerwerk ist für solche Gewächse der
beste Untergrund.
Kletterhilfen wie Spaliere, Spanndrähte oder Gitter lassen sich überall montieren. Sie
sind bestens für Spreizklimmer und starkwüchsige Kletterer geeignet.
Wie schnell sich allerdings eine Fassade begrünen lässt
hängt von der Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanzenart ab. |
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